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Samstag, 21. September 2013

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Perlen Teil 2



                 Anhänger in Silber mit Zuchtperlen


Geheimnisvoll wirkt das Festlegen ihres Wertes, wobei uns nicht nur mysteriös
Gewichtseinheiten begegnen. Vor allem das ominöse "vermehrfachen" anhand einer 
"Malzahl" verwirrt. Wir erfahren, dass ihr Code aus Ziffern Rückschlüsse auf Lüster 
und Farbe ebenso zulässt, wie auf Größe, Reinheit oder Form - Ausdrücke, 
die uns schon eher geläufig sind. Doch wie weit reichen unsere 
Kenntnisse nun genau? 
 

Am mühelosesten gelingt das Erfassen ihrer Größe - ein Begriff, der bei stecknadel- 
kopfgroßen zwar irgendwie nicht recht greifen will, bei solchen mit Ausmaßen eines 
Taubeneis aber sicher gut gewählt erscheint.  
 
Ein weiteres Highlight ist ihr Lüster - dieses Leuchten das in ihrem Inneren zu ent- 
stehen scheint. "Die Perle lebt" ist dabei eine schöne Umschreibung die man wählt, 
falls man sich in ihr spiegeln kann!

Kritische Blicke auch beim Beurteilen ihrer Reinheit. Winzig kleine matte Punkte 
oder narbige Spotts zeigen fast alle. Die Suche nach wirklich jungfräulichen Qua- 
litäten verlangt entsprechend Gedult.

Änliches bei ihrer Form. Vollkommen runde sind selten. (Spezialität von imitierten!) 
Parallel bringt die Natur jedoch auch sehr attraktiv geformte Barockperlen hervor - 
was jede einzelne zum Unikat werden lässt!
 
Das weiche Licht, das sich überall über die Sortiertische beugt, hilft auch beim ent- 
hüllen ihrer wahren Farbe. Geheimste Schattierungen werden hierbei dann ebenso 
sichtbar wie feinste Ober- als auch Übertöne. Zartes Flieder, silbriges Weiß, 
sonniges Apricot, sämtliches Anthrazit, sanftes Creme
mystisches Schwarz, …  
 
 

Ring konkav mit Tahitiperle                                         

Tahitikette mit Verschluss in Bajonetttechnik                                    


Unterschiedliche Herkünfte machen das Ganze noch verwirrender. Doch 
auch das bekommt man in diesem zauberhaften Perlendschungel geregelt. 


Klassische Oberbegriffe sind schnell erklärt: 

Akoya-Perlen sind DIE klassischen Zuchtperlen, besitzen einen eingepflanzten Kern, und
 sind weit verbreitet. Die weißen Südsee-Zuchtperlen hingegen, reifen im weiten, tropischen
 Pazifik, sind seltener und messen 10 bis 20mm, was sie besonders wertvoll macht. Wieder
mehr Verbreitung genießen die schwarzen Tahiti-Zuchtperlen aus Französisch Polynesien
die trotz ihrer schönen Farbe erschwinglicher sind. Kommen sie aus China und zeigen
eine künstlich wirkende Färbung, erhöht das die Chance, dass es sich um Süß-
wasser-Zuchtperlen mit dünnerer Perlmuttschicht - und letztlich
die günstigsten - handelt.


Szenenwechsel. Am Ende, bevor die Ferne das Tropfen der Muscheln mehr und mehr 
verschluckt, schaffen wieder gleich mehrere Exemplare den (zugegebenermaßen nicht 
allzu schweren) Sprung auf manch imaginären Wunschzettel - aber wie sagte 
schon Oskar Wild so schön: "Versuchungen sollte man nachgeben, 
wer weiß, ob sie wiederkommen!"


 
      Perlen:                                                                    
 wunderschön, einzigartig, mystisch, kostbar, ...     


Ohrschmuck mit Perlen in formschönen Schalen           
 
Massiver Perlring in Gold                 
Damenring in Gelbgold mit dominanter Perle                  
  
Halsschmuck in Gelbgold und Platin