Über mich

Mittwoch, 29. August 2012

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Löten Teil 2



Abgedunkelter Lötplatz                                                                 

         Harmonisch fließendes Design 
 

Das kurze Abdunkeln unseres Lötplatzes ist ein alter Hut, und ein zeitgemäßer 
Tipp zugleich. Eröffnet es dem Betrachter doch eine blendfreie Bühne, auf der zwei 
gleißende Silber- oder Goldstücke untrennbar zueinander finden sollen. Nur bei 
Szenen im Metallinneren, wo beide sich weiter ineinander auflösen 
bis sich ihre Wesen nicht mehr unterscheiden, 
ist es vorbei mit "Logenplatz"! 
 
Stattdessen kann man sehen, wie man mit einem schlanken Titan- 
stab ein verirrtes Stück Lot an seine angedachte Stelle zurück dirigiert, 
auch wenn das entstehende Werk bereits bedrohlich glüht. Im Alltag 
nennen wir unseren tapferen Kumpel aus Titan übrigens schlicht
"Stupfer". Seinen Ruf aus dem "Metall der Götter" gefertigt zu 
sein, gönnen wir ihm - alleine schon wegen seiner 
miserablen Eignung als Wärmeleiter!



Maßgeschneiderte Kappe für eine Koralle                                        



Zerfließendes Lot gleicht in düsterem Licht einem winzigen Lavastrom 
und verzaubert mit magischer Atmosphäre. Gleichzeitig verlangsamt die 
Sicht auf diese Dinge alle Handlungen, bis man schließlich durch zarte 
Rauchfahnen hindurch erkennt, wie das blinkende Lot in den 
Spalt eindringt und sich rasch in den feinen 
Zwischenraum ergießt. 
  
Soll nicht alles zu einem einzigen Feuerball verglühen, muss die 
Temperatur an diesem Punkt sofort und zugleich gefühlvoll zurück- 
genommen werden. Es ist ein fein dosiertes Schauspiel dessen
instinktive Bewegungen man jahrelang übt, um spielerisch- 
es Niveau zu erreichen.

Mit Ablegen des Lötrohres und Abkühlen unserer Arbeit in Wasser löst 
sich die Spannung. Erkennbar auch am wieder anknipsen der Lampe, 
deren Licht sogleich erneut in jede Ritze unserer kleinen 
Bühne kriecht. 


... ebenfalls hell und leuchtend:

Halsschmuck mit charaktervollem Turmalin           

















 



  
     
      





Freitag, 10. August 2012

Ach, Sie besitzen ebenfalls noch defekten "Omaschmuck"?

 - der könnte dann ja auch bald so aussehen:                 


zeitgemäßere Erscheinung