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Freitag, 15. Juli 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gießen Teil 2



Gussentnahme                                                                               


Neugierigen fällt auf, dass wir nicht nur mit Gussformen aus Eisen arbeiten.
Gips und Formsand bieten weit mehr Freiheiten. In manchen hinteren Regalen
verstauben vielleicht sogar noch irgendwo handtellergroße Schalen aus Ossa
Sepia, einem unzeitgemäßen Material aus dem Rücken des Tintenfisches, zu
dem angenehmere Alternativen existieren, zumal mit ihnen gefertigte Güsse
oft wenig an vorangegangene Abdrücke erinnern. Die Aromen des dabei
verkohlenden Knochenpanzers schonungslos zu schildern, würde ..., -
nein, besser wir lassen das. 

Einfach ignorieren? Das will bei den sauren Boraxdämpfen
nur bedingt funktionieren. Gleiches beim nussigen, aber zu-
gleich sehr bitteren Geschmack der mit Öl eingeriebenen
heißen Eisenformen, sowie den Nebeln über den
rauchenden Schmelztöpfen.
 
Wer darüber hinaus in der allmählich trockner werdenden Luft
bemerkt, wie umherschwebende Rußwölkchen aus verbrannten
Metallen die Augen mehr und mehr tränen lassen, scheint end-
gültig in der Welt der Metallgießer angekommen zu sein.


Dass all dies bestenfalls homöopathische Züge trägt, war ja
klar - schließlich ist da noch der sanfte Luftzug, dieser leichte
Hauch den ein leises, angenehm tiefes Brummen bekleidet.
Es sind die Rotorblätter unseres alles gierig in sich auf-
saugenden Rauchabzugs.
 
Inzwischen ist die Form geöffnet und ein richtig feiner Guss 
kommt zum Vorschein! Nicht mehr lange, dann prägen wieder
knarzende Walzen und rauschende Lötflammen das Bild -
bis der Künstler mit seinem Werk zufrieden ist.




Ohrschmuck Silber mit Fancy Diamonds                     
Auch diesen Schöpfungen gingen 
wichtige Gießarbeiten voraus:

Damenring Silber mit Palladium            
Kreativer Hochzeitsschmuck