Über mich

Samstag, 3. Dezember 2011

Einfach eine Hammerkette, ...

... wie ein Kunde kürzlich bemerkte
                       - und natürlich ein Unikat.

designte Hornwürfel und vergoldetes Silber                                        

Donnerstag, 24. November 2011

LICHTHÖFE 2011 - einige Impressionen ...







Für viele viel zu schnell vorüber: LICHTHÖFE 2011





Wir hatten uns sehr gefreut, über das zahlreiche Kommen und die netten Gespräche - bei Espresso und Chianti!

Dienstag, 22. November 2011

Einer meiner aktuellen Lieblingsringe ...

... den musste ich jetzt einfach zeigen!

Peridot, umrahmt von Gelbgold 750 - eingebettet in Ebenholz            






Freitag, 11. November 2011

Freitag, 28. Oktober 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Verformen Teil 2


Abgegriffenes Eisen auch beim Anblick der etwa zwanzig Zentimeter
breiten Zieheisen an der Wand. Alles rechteckige Platten mit unzähligen
Löchern, die bereits optisch ein komfortables "dünner ziehen" unserer
Drähte versprechen. Kantig, wuchtig und schwer präsentiert sich
auch die mit Wachs verschmierte Ziehzange gleich darunter.


Beim Einspannen der Eisenplatten in den Schraubstock kann es
knarzen. Wenn die klobige Zange dann einen Draht durch die feinen
Bohrungen zerrt, sind die Dinge wieder im Einklang. Vorausgesetzt
man rieb ihn vorsorglich mit Wachs ein.







Noch entspannter geht das dünner ziehen, vor allem fetterer Drähte,
übrigens mittels unserer Ziehbank - einem stählernen Ungetüm wie eine
mittelalterliche Folterbank, inklusive seitlicher Kurbel und lärmender
Kettenübersetzung. Phantasien, die wegen des selben
Prinzips übrigens durchaus berechtigt sind!
  













Kuriose Bauformen begegnen uns auch bei den Messinstrumenten.
Gemeint sind mechanische Draht-, und Blechlehren, sowie skurril aus-
sehende Zehntelmaße, deren Funktionen sich nahezu von selbst er-
klären. Manche feiern ihr Anfassen sogar als haptisches
Erlebnis - Werkzeugfetischisten eben!
 

Für‘s finale wiegen wertvoller Kostbarkeiten bediente man sich in 
der Antike nicht nur kleiner Schalenwaagen, sondern auch Samen- 
körner von Früchten des Johannisbrotbaums - hatte doch jedes 
einzelne genau 0,2 Gramm. Oder anders ausgedrückt: 
"Exakt 1 Carat !"

Mittlerweile muss niemand mehr auf digitales Equipment verzichten,
auch wenn zugegeben werden darf, dass mit den befremdlich wirken- 
den "alten Schalendingern" die Zeit des Wiegens charmanter verflogt.
 
Aber Zeitspannen sind ja relativ - und manchmal sogar in der Lage das
Weltbild des Goldschmiedes zu verändern, auch wenn die Basis seiner
zeitgenössischen Designs eine altertümliche bleibt. Doch Pragma-
tismus war ja schon dem Mittelalter nicht fremd!


 

 

 




Ring aus zum Teil gezogenem Platin-Draht                                      























  Eleganter Armschmuck - gewalzt und harmonisch geformt                 
        
     

Montag, 19. September 2011

Schön, dass es Frauen gibt ...

  ... die den Mut haben auch mal einen etwas breiteren Ring zu tragen:  


                           Edelstahl mit hochwertigem Brillant (0,12 Ct TW-Si)   
















Samstag, 10. September 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Verformen Teil 1





erst gewalzt, dann gewickelt                                                            


Offenes Feuer, unzerstörbar wirkende Apparate aus Eisen,
Werkzeuge aus abgegriffenen grauen Metallen: Der helle, wuselige
Raum macht neugierig – und der Satz: "Die Zeiten ändern sich, und wir
uns mit ihnen", verliert hier seine Bedeutung, bearbeitet der Goldschmied
seine Metalle doch immer noch gerne mit seinen guten alten Maschinen
und Vorrichtungen.

Ein tauglicher Ersatz für die teils überholt wirkenden Werkzeuge
scheint fern. Zudem bergen sie den unvergleichlichen Reiz
des "ursprünglichen" – also passt das!
  
Beispielsweise seine stets nach harzigem Öl riechende, und
wie für die Ewigkeit gebaute Blech- und Drahtwalze. Mit wuchtigen
Schrauben fest am Boden verankert, überrascht ihr leichtgängiges
kurbeln und ihr “warmer“ Holzgriff. Beide bewirken, dass man die
Gnadenlosigkeit des Monstrums leichtfertig unterschätzt.

Ernstzunehmende Stellräder an den spiegelnden Walzenpaaren
erlauben dennoch penibles justieren - und damit das robuste Bollwerk
in ein sehr fein abstimmbares Instrument zu verwandeln. Abschließend
lässt sich an ihr ein weiteres Walzenpaar mit auffälligen Rillen entdecken,
welche dickere Drähte mit achtkantigen Profilen ergeben – und deren
harmonische Anordnung gerne mit denen von Orgelpfeifen
verglichen werden dürfen.

Wichtig ist, die edlen Metalle nicht "totzuwalzen". Pausenloses
malträtieren ließe sie zu hart werden! Immer wieder ist "Zwischen-
glühen" angesagt. Während sie dann in sämtlichen Rottönen leuchten,
können sie "entspannen" - ein Ausdruck der nicht treffender gewählt
werden kann. Diesen Trick einfach zu übergehen, wäre zu gewagt.
Er ist schlicht zu bedeutsam!



Weitere SCHMUCKSTÜCKE:


Ziel war, den Feueropal lediglich nur einzuspannen        





Silberschale oval                                                        





















Sonntag, 28. August 2011

Eine zarte Spätsommeridee ...


                            ... filigraner Armschmuck in Silber


Samstag, 6. August 2011

Kaum fertig...


 hatte es auch schon seine Liebhaberin gefunden: Armband "Silhouette"






 aus 18karätigem Gelbgold                                                             

 








Freitag, 15. Juli 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gießen Teil 2



Gussentnahme                                                                               


Neugierigen fällt auf, dass wir nicht nur mit Gussformen aus Eisen arbeiten.
Gips und Formsand bieten weit mehr Freiheiten. In manchen hinteren Regalen
verstauben vielleicht sogar noch irgendwo handtellergroße Schalen aus Ossa
Sepia, einem unzeitgemäßen Material aus dem Rücken des Tintenfisches, zu
dem angenehmere Alternativen existieren, zumal mit ihnen gefertigte Güsse
oft wenig an vorangegangene Abdrücke erinnern. Die Aromen des dabei
verkohlenden Knochenpanzers schonungslos zu schildern, würde ..., -
nein, besser wir lassen das. 

Einfach ignorieren? Das will bei den sauren Boraxdämpfen
nur bedingt funktionieren. Gleiches beim nussigen, aber zu-
gleich sehr bitteren Geschmack der mit Öl eingeriebenen
heißen Eisenformen, sowie den Nebeln über den
rauchenden Schmelztöpfen.
 
Wer darüber hinaus in der allmählich trockner werdenden Luft
bemerkt, wie umherschwebende Rußwölkchen aus verbrannten
Metallen die Augen mehr und mehr tränen lassen, scheint end-
gültig in der Welt der Metallgießer angekommen zu sein.


Dass all dies bestenfalls homöopathische Züge trägt, war ja
klar - schließlich ist da noch der sanfte Luftzug, dieser leichte
Hauch den ein leises, angenehm tiefes Brummen bekleidet.
Es sind die Rotorblätter unseres alles gierig in sich auf-
saugenden Rauchabzugs.
 
Inzwischen ist die Form geöffnet und ein richtig feiner Guss 
kommt zum Vorschein! Nicht mehr lange, dann prägen wieder
knarzende Walzen und rauschende Lötflammen das Bild -
bis der Künstler mit seinem Werk zufrieden ist.




Ohrschmuck Silber mit Fancy Diamonds                     
Auch diesen Schöpfungen gingen 
wichtige Gießarbeiten voraus:

Damenring Silber mit Palladium            
Kreativer Hochzeitsschmuck                  


















     



Mittwoch, 8. Juni 2011

Neue Ringe – so zu sagen noch vom Schmieden warm.

Rauchquarz - gefasst in Silber

Damenring mit modischen Amethyst




warmes Gelbgold umschließt hochwertigen Brillant

Donnerstag, 26. Mai 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gießen Teil 1



                                                                       schweißtreibend ...


Zuerst feine Rauchschleier, dann verkohlter Geruch,
und schließlich eine stechend blaue Flamme die scharf
zischend auf eine bereits hell glühende Schale aus
feuererprobten Stein zielt:

"Der Meister ist beim Schmelzen!"  

Rasch noch eine Prise Borax über die unruhig flackernde Schmelze
gestreut - ein alter Trick, um die Legierung vor zusätzlicher Sauerstoff-
aufnahme zu schützen - und das flüssige Gold kann behäbig in die be-
reitgestellte Eisenform fließen. Geschickte Hände verhindern indes,
dass im Strudel wild mit tanzende Bläschen nicht ebenfalls mit
im dunklen Schlund der Gussform verschwinden!
 

Die flirrende Oberfläche des geschmolzenen Metalls erscheint
dabei ebenso magisch, wie die beschwörend gemurmelten und wie
Zauberformeln vorgetragenen Tipps - etwa, dass man seine brodelnde
Schmelze, in diesen wenigen Augenblicken des Losgelöstseins von
der Starre, nicht leichtfertig überhitzen sollte, da der Guss
sonst spröde werden könnte.

Zugekniffene Augen verraten ein wenig von der anstrengenden
Hitze, in der er sich so sicher zu bewegen scheint. Dennoch werden
auch diesmal wieder geringe Teile der Schmelze für immer verbren-
nen - der Hauptgrund, weshalb "empfindlichere" Metalle stets
zuletzt in die Schmelzpfanne spazieren.





                                     Titan mit Rotgold und Brillant
Derweil wurden im Studio 
weitere Fotos gemacht:

Halsschmuck mit in Gold gewickelten Brillant              

















Attraktiv gearbeiteter Perlring nach Kundenwunsch