Über mich

Dienstag, 23. November 2010

Neu in Edelstahl:

Edelstahl mit zus. 0,09ct Brillanten                           

Diesen Ring fertige ich für Sie auch gerne mit vier, oder 
- wenn Sie möchten - auch mit weniger als drei Steinen. 
Mit "Steinen" sind auserlesen schöne Brillanten gemeint. 
Auf dem Foto hat jeder ein Gewicht von 0,03ct -
mit der Qualität "TW-SI".

 Oder doch anders ... 
 jeweils mit 0,10ct


            

Montag, 22. November 2010

Eine kurze Information:

   Wie alle Jahre, werde ich auch diesmal wieder 
an den letzten vier Samstagen vor Weihnachten 
bis 18Uhr geöffnet haben! 

 

Freitag, 19. November 2010

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Platin




Platin an Gold                   


Wie aus einer anderen Welt ist PLATIN - das elegante Metall mit dem vornehmen
Grau, das viele zu unseren weißen Metallen zählen. Es ist längst kein Geheimnis
mehr, dass hinter seiner sympathisch unaufdringlichen Art gleich
mehrere Superlativen lauern.

 
Erste Platinkörner fanden Spanier in einem kolumbianischen Fluss. Das ist knapp
500 Jahre her. Viel anfangen konnten sie nicht mit dem grauen Etwas. Zumindest ließ
es sich nicht mit ihren Mitteln schmelzen. Weniger Probleme hatte man dagegen offen-
bar damit, ihm eiligst einen verächtlichen Namen zu verpassen – nämlich PLATINA,
also: "Kleines Silberchen". Trotz dieses fatalen Irrtums, sollte es diesen
Namen von nun an für immer behalten.


                                           Spirit Diamond gefasst in Platin
                      









Platinring mit Fancy Diamond                                    















 
  


 
Heute zeigt sein Umgang, dass sein Wesen es zu etwas ganz außergewöhn-
lichem machen. So zählt es nicht nur zu den schwersten Elementen überhaupt,
sondern ist auch ein wenig geschmeidiger als Gold und Silber - und trotzdem
zäher. Klingt paradox? Bleibt zu gestehen, dass dies letztlich genauso
schwer zu beschreiben gelingt, wie es sich bearbeiten lässt!
 
Doch der Reihe nach.

In die vorbereitete Schmelzpfanne folgen dem Platin bald kleine Mengen Kupfer und
Palladium, die es etwas verändern. Sein stolzes Grau wird dann noch selbstbewusster
strahlen, sein robuster Charakter noch markanter hervortreten. Aufsteigende Säure-
dämpfe signalisieren später, womit am fertigen Guss letzte Oxydreste entfernt
werden. Das übliche eben. Dann kann geschmiedet werden.


  
                             Mit Diamanttropfen


... etliche kreative Stunden später:

Eine Hochglanzpolitur erwarten am Ende die wenigsten - oft würde sie nur irritieren. Die 
Regeln sind dabei streng: Kitsch ist tabu. Mattiert wird mittels ausgesuchtem Werkzeug. 
Kein Raum für Experimente. Das Ergebnis soll seinem Wesen entsprechen, ehrlich und 
konsequent. So trägt es bald ein wunderbares, samtiges Matt, das sein dezentes
Spiel aus mondweißem Schimmer gekonnt unterstützt, anstatt zerstört.


 
Inspiriert von Lilienblüten                                           





Bald erscheinen einem seine Vorzüge wie selbstverständlich. Kunststück - bei dem
Tragekomfort. Kleinere Kratzer dürfen dabei gerne als ledigliche Neuverteilung seiner
Oberfläche angesehen werden, denn das käme der Wahrheit am allernächsten!

Auch sonst keine Allüren, kein Schnickschnack. Einfach nur 
ordentliches Material welches ungemein fasziniert, und im 
Stande ist, Grenzen aufzuheben - Platin eben! 
 
 

Sonntag, 14. November 2010

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Silber


  
Durch harmlose Rauchschwaden hindurch erkennen wir die Umrisse eines 
Goldschmiedes der gerade unserhellstes Edelmetall bearbeitet: "SILBER." 


Getriebene Silberschale als plakativer Anhänger                             


Es ist anders als Gold und Platin - nicht nur farblich. Zuerst fällt sein weicherer 
Charakter beim Walzen auf - später auch beim Feilen.Weil es zudem leichter 
schmilzt, lässt es sich auch einfacher gießen.


Gutes kam zunächst aus den Gebirgen Amerikas. Bevor wir allerdings unser 
erstes Silber mit der lateinischen Aufschrift Argentum (Ag) erhielten, taufte es 
erst noch ein Land mit seinem Namen: Argentinien - was schlicht Silberland 
 bedeutet. Aber auch im südamerikanischen Rio de la Plata findet man den 
Begriff "Silber". Nur ist es diesmal die spanische Schreibweise  
Plata, die hier im Silberfluss auftaucht. 



Silberring nach Kundenvorgabe                                    
















Schnell hat man es im Verdacht, dass seine "Liebe" wohl Schwefel heißt. 
Schließlich gibt es genügend Verbindungen mineralischer Art als Beweis. 
Allerdings ändert sich die Situation, sobald Schwefelwasser oder 
auch namensverwandte Säuren ins Spiel kommen.


Erstgenanntes Schwefelwasser, eine trübe, goldbraune Brühe, durfte der 
Goldschmied vor Jahrzehnten noch selbst "zubereiten". Hierfür musste nur 
ein Stück dreckiggelber Schwefelleber in heißes Wasser gegeben werden, 
abgebrochen von einem porösen Klumpen strengen Geruchs. Letzlich 
erwies sich diese Tinktur nun mal als bestes Mittel zum 
schwärzen von Silber, falls gewünscht.
 

Weitaus bösartiger die "Schwefelsäure" - eine ätzende Flüssigkeit, die sich bei 
ihrem Verdünnen mit Wasser gerne von selbst aus dem Arbeitsgefäß katapultiert, 
falls man sie zuerst einfüllt. In einem alten Lehrbuch steht zu lesen: "Erst das 
Wasser dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure!" Das beseitigen  
dunkler Lötkrusten zählt folglich eher zu ihren leichteren Jobs.


   

                                          Rauchquarz mit Rutilnadeln, gefasst in Silber         




















Zurück zum Silber. Hat man es erst mal legiert, ist auch dieses
gleich viel robuster. Unser nachgiebigstes Schmuckmetall
bleibt es dennoch - ... und mit das beliebteste!
 


Angefertigtes Schloss in Silber                                  






                    










 

Samstag, 6. November 2010

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gold



      Massiver Goldring                             
  
    
Zu den in Stein gemeißelten Begriffen eines Goldschmiedes zählt definitiv der Ausdruck 
GOLD - ein Metall das sich lateinisch Aurum nennt, und sich unter unseren Händen fort- 
während in andere Formen verwandelt. Eigentlich nichts neues. Schließlich tun das 
gewandte Schmuckschaffende bereits seit über 4000 Jahren. 


Noch zu Albrecht Dürers Zeiten, der ja selbst Sohn eines Goldschmiedes war, 
sah man in den Werkstätten, neben Gold aus fernen Ländern, gelegentlich sogar 
kleine Mengen Einheimisches blinken - "Berggold !", hätte man uns berichtigt, und 
es geduldig weiter verformt, zu prachtvollem Schmuck, oderauch zu Münzen. Eben 
alles was man daraus fertigen konnte. Aber größere Mengen? Nein. Mehr als nur 
winzige Körner waren aus unseren vielerorts noch recht unwegsamen 
Regionen nicht zu holen.



Anhänger "Papyrus" mit Brillant                                                     
                  Gelbgoldring mit Zuchtperle


Aktuell liegen die großen Goldmengen unter Afrikas Erde.

Paradiesisch rein ist das dehnbarste aller Metalle bis da noch nicht. Hier kommen nun 
die Scheideanstalten ins Spiel. Nach kurzer Zeit bereits wird von dort pures Feingold aus- 
geliefert. Wie das geht? Das Geheimnis beruht auf elektrolytische Veredelungsmechanis- 
men. Würde ab da niemand mehr was an seiner erreichten Qualität ändern, bliebe sein 
leuchtendes Sonnengelb für immer erhalten, weil es diesem elitären Element mit dem 
Kürzel "Au" absolut nicht einfällt, sich mit unserem Sauerstoff zu verbinden! 


Folglich wundern wir uns auch nicht über seine Hartnäckigkeit gegen Säuren. 
Einzig eine nebulöse Mixtur aus Salpeter- und Salzsäure, die schon die Alten 
ehrfurchtsvoll Königswasser nannten, als auch vergleichbar aggressives 
Chlorwasser mit seinen beißenden Dämpfen, 
können ihm was anhaben. 


Ohrschmuck                                     

 
Geradezu legendär ist sein imposantes Gewicht. So wiegt unser vollkommen 
recycelbares Edelmetall in seiner reinsten Form annähernd das doppelte von Silber, 
und fast zweieinhalbmal so viel als herkömmliches Eisen. 

Solch reines Gold verblüfft sogar, wenn man es biegt - weil dies überraschend leicht geht. 
Aber leider disqualifiziert es sich damit auch gleichzeitig zur Herstellung von Schmuck!

So muss sich Feingold seinen Platz im Schmelztopf erst noch mit weiteren Metallen 
teilen. Meist sind es Silber und Kupfer - zwei, die es jedoch gerne akzeptiert! 



Ring mit Triangel-Rubellit