Über mich

Freitag, 1. Oktober 2010

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Der Goldschmied



Das geöffnete Fenster lässt die geheimnisvollen Feil- und Klopfgeräusche ungehindert bis 
zur Straße hinausdringen. Drinnen riecht es dann nach Spiritus und verbranntem Gas. Au- 
ßergewöhnlich hier die Form des Werktisches. Ein wenig antiquiert anmutend, gestattet 
seine seitliche Platzierung freie Blicke auf ein jetzt immer bedrohlicher fauchendes 
Lötrohr. Es bringt genau in diesem Moment ein goldfarben blinkendes
Metall zum Schmelzen.  


















Unzählige Arbeitsschritte werden in dieser Goldschmiedewerkstatt noch folgen, bis 
der Schmuck präsentiert werden kann. Was einem hier dann begegnet ist real, und 
ganz weit weg von irgendwelchem Kitsch, Nostalgie oder Oberlehrerzeigefingern. 





Goldschmiede kann man mit einem sehr breiten Spektrum an Techniken vertraut sehen. 
Vor allem ihr unbeschwerter Umgang mit diesen "komischen", weil teils veraltet wirkenden Werkzeugen, als auch ihre kreative Phantasie werden oft bewundert. Aus jeder Menge klei- 
ner Einzelteile, zum Teil zusätzlich veredelt mit exotischen Steinen, verwandeln sie mit 
der Zeit so manchen Entwurf zum Unikat. Dabei tauchen sie Tag für Tag in eine 
faszinierende Welt, in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt. 

 
Des Weiteren fasziniert, wie selbstverständlich heute noch manche Werkstätten mit 
ganz eigenen, genialen Vorrichtungen oder selbstentwickelten Methoden arbeiten, und 
mit ihren die verrücktesten Dinge anstellen. Das soll aber nur stellvertretend zeigen, 
dass wir hier wohl über einen der letzten Berufe reden, bei dem man sich 
noch wie ein richtiger Künstler fühlen kann.