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Samstag, 10. Mai 2014

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - mit Schmuck leben





 


Eben noch schwappte Schaum über die Ränder unserer Reinigungs-
maschine, über der immer noch der Duft von Ammoniak schwebt. Doch
auch der wird bald verflogen sein. Das neue Schmuckstück ist gelungen.
Elegant bricht sich Licht an seinen harmonische Konturen - jedoch erst
frech aufblitzende Steine machen die grandiose Darbietung
entgültig zu einem Fest!
    
Irgendwann jedoch, werden sich auch bei ihm die kleinen Spuren des
Lebens einpflügen, wird es Erinnerungen und Geheimnisse festhalten
die sich auf Wunsch allerdings auch wieder beseitigen ließen.





 
Pausenlos möchte ohnehin kein Schmuckstück getragen werden.
Opale, Korallen und Perlen würden sogar jedes trockene Klima meiden,
also auch die Sonne... und Ihre Gegenwart, falls Sie Lust am hemmungs-
losen Gebrauch von klebrigem Haarspray verspüren sollten! Gerne hinge-
gen, lassen sie sich in erfrischend feuchte Ledertücher einhüllen - das
Empfinden kühler Leichtigkeit hält sie am Leben!
 

So ein Tuch macht aber auch einen guten Job, wenn es darum geht, den
Alltagsstaub von seinen Schultern zu wischen! Aber wem erzähle ich das.
Wahrscheinlich nehmen Sie sogar milde Spülmittellauge. Die geht am bes-
ten. Und sicher lassen Sie abschließend stets klares Wasser drüberlaufen.
Doch manchmal endet Ihr glorreicher Feldzug gegen sein Altern genau an
der Stelle, wo Sie auf dunkel angelaufenes Metall blicken. Schwefel und
Kohlenstoff haben es schleichend verfärbt - könnte aber auch unbe-
kümmert verwendete Kosmetika gewesen sein.






An dieser Stelle tritt dann Ihr geschätzter Goldschmied auf den Plan.
Glauben Sie mir, er liebt es, wenn Sie danach mit glänzenden Augen in
seinem Laden stehen, oder sich mit ihrem "geretteten" Lieblingsstück
erleichtert in seinem Spiegel betrachten - während durch das leicht
geöffnete Atelierfenster feine, metallische Klänge bis
zur Straße hinaus dringen ...