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Dienstag, 30. Oktober 2012

Mit wenigen Klicks ins virtuelle Schaufenster: TRAURINGE ...


   für die Ehewigkeit - und einem Design, das nicht nur uns gefiel.                 

Gelbgold 750


  

Dienstag, 16. Oktober 2012

Am 17. November 2012 ist es wieder soweit ...

und die LICHTHÖFE werden erneut von 18 bis 22 Uhr 
für unvergessliche Momente sorgen!
Schauen Sie doch einfach (wieder) vorbei.






Donnerstag, 11. Oktober 2012

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Polieren Teil 1





Er glänzt so hemmungslos, dass er fast wie eine bloße Illusion
erscheint. Ein Ring mit ebenso großzügigen wie auch ästhetischen
Proportionen und einem kastanienbraunen Stein auf den eine strah-
lende Sonne zarte Blitze tupft. Die Szene wirkt unwirklich, bis jemand
unsere Illusion zwischen den Fingern dreht und den funkelnden Re-
flexen folgt, die wie Öl von seiner makellosen Fassade tropfen.


"Wie entsteht so eine umwerfende Politur ?"


Attraktiv erscheint eine Oberfläche ja oft bereits beim be-
arbeiten mit geeignetem Schleifwerkzeugen. Das scheinbare
Durcheinander feinster, filigraner Linien ergeben schon mal
eine interessante Struktur. Doch "glänzen" geht anders!


Beispiel: Silber mit naturfarbenen Brillant


Beleuchten wir zuerst die Vorarbeiten: Zum Einsatz kommen
sogenannte Schmirgelpapiere. Das passende ist schnell gefunden.
Was dann folgt hat Strategie - schludern ist tabu. Rechtzeitig Schleif-
bögen mit geringer "Körnung" zu verwenden ist ebenso Pflicht, wie
ständig eine neue Richtung einzuschlagen. Zwei wichtige, wenn
auch unaufgeregt erscheinende "Tricks" aus der spannen-
den Welt der Goldschmiede.
 
Samtiger wird's später mit Pasten, deren erstaunlichster Inhalt
definitiv die winzigen Miniaturpanzer kleiner Meerestierchen dar-
stellen! Belegt ist, dass sie bereits in frühesten Werkstätten
auftauchten und gemeinsam mit der enthaltenen Kiesel-
säure hervorragende Ergebnisse brachten.
 
Dass man ihr "ernten" vom Meeresgrund als Schlämmen
bezeichnete, verwundert dagegen kaum. Ebenso, dass man
das Ganze nach dem Reinigen zuerst mal brannte. Ließ sich
doch die Masse so leichter zermahlen, und mittels Zugabe
von Fett ein schöner, handlicher Klumpen formen.


Die Welt steht oftmals still. So findet der Neugierige in
unserer ockergelben Schleifpaste immer noch die glei-
chen Zutaten. Konsistenz und Geruch feuchter Erde
erinnern uns gelegentlich daran. 
 
Haftet erst mal genügend davon auf der dann bereits schon
rotierenden Schleifbürste, stehen ersten Glanzlichtern endlich
nichts mehr im Wege. Eines muss klar sein: "Es ist dann die
PASTE, die da schleift - nicht die Bürste!"


 
hier wurde mit Absicht nicht poliert