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Freitag, 15. Juni 2012

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Bearbeiten Teil 2


 

So wie der Laie sich das vielleicht vorstellt,
schmiedet der Goldschmied eher selten. Bru-
tales verformen ist bei unseren glühenden Le-
gierungen tabu. Zu leicht könnten sie bersten.
Nur "unverwässertes" Platin, pures Feingold
sowie absolut reines Silber lassen sich un-
bekümmert schmieden, während sie
mystisch blutrot leuchten.



Kalt schmiedeten sie deshalb schon früher -
und bohrten Löcher. Mit dem mittelalterlichen
Dreul oder Drillbohrer wird man heute jedoch
vermutlich keinen Goldschmied mehr
herumwuseln sehen.

Dieses alte aber interessante Gerät muss man sich wie einen schlanken
Kreisel vorstellen, an dem von oben zusätzlich zwei schmale Lederschnüre
gespreizt nach unten, bis zu einem quer hängendem Griff, führten - wodurch
sie ein gleichschenkliges Dreieck bildeten. Bei ihrem wichtigen verdrillen mit
der mittigen Spindel, zerrte es den Griff unweigerlich nach oben, von wo man
ihn nur noch mit beherzter Hand erneut nach unten zu drücken brauchte um
eine wunderbar einfache Drehmechanik in Gang zu setzen. Die zentrale
Spindel mit eingespannter Bohrspitze konnte ihren Tanz beginnen!
 
 
 
Bereits beim ersten suchenden Blick am Arbeitsplatz verfliegen solche
Erinnerungen. Unser Bohrinstrument hat sich weiterentwickelt. So hängt es
mit seiner "biegsamen Welle" heute meist seitlich am Werktisch, um uns bei
Gebrauch willig und geschmeidig in jede nur erdenkliche Richtung zu folgen.
Angenehm auch sein beinahe schon meditativ monotones Schnurren - wäre
da nicht dieses unschöne Kreischen beim konfrontieren zweier gegenein-
ander kämpfender Metalle. Währenddessen pflügt sich der Fräser mit
jeder Umdrehung tiefer ins zähe Edelmetall. Drumherum wirbeln
unzählige, gleich geformte Spänchen.


Dass solche Arbeiten eine gewisse Hingabe und tägliche Praxis er-
fordern, ist nachvollziehbar - es ist ähnlich wie mit unseren Lötwerk-
zeugen, die oft in eine ähnlich spannende Welt blicken lassen.


Turmalin in Gelbgold




Schade, dass dieses Medium es
nicht zulässt, die hohe Wertigkeit
unserer Schmuckstücke
zu "begreifen"!


18-karätiges Gold mit Brillanten



 



Freitag, 8. Juni 2012

Im Feuer neu geboren:

Massiver, wertvoller Ring - ebenfalls aus lange auf- 
bewahrten Erbstücken, die man nicht mehr tragen wollte.






Aus "altem" Gold und Platin