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Montag, 19. September 2011

Schön, dass es Frauen gibt ...

  ... die den Mut haben auch mal einen etwas breiteren Ring zu tragen:

Edelstahl mit hochwertigem Brillant (0,12 Ct TW-Si)















Samstag, 10. September 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Verformen Teil 1



Ziel war es, den Feueropal dabei lediglich nur einzuspannen ...























Werkzeuge aus abgegriffenen grauen Metallen, offenes
Feuer, unzerstörbar wirkende Apparate aus Eisen: Der relativ
kleine, aber helle, und ein wenig wuselig Raum macht neugierig.
Der Satz: "Die Zeiten ändern sich, und wir uns mit ihnen", verliert
hier seine Bedeutung. "Viel zu pauschalisierend", zumindest für
den Goldschmied - schmiedet und walzt er seine Edelmetalle
doch immer noch gerne mit den guten alten Maschinen
und Vorrichtungen.

Meist gibt es für ihn auch keinen wirklich Ersatz für die teils
überholt wirkenden Werkzeuge. Oder ist es so, dass ihn gerade
das Ursprüngliche an ihnen reizt? Egal - da sie zu seiner vollsten
Zufriedenheit funktionieren, drängt es ihn auch nicht irgendwas
daran zu ändern.
  
Nehmen wir mal seine stets ein wenig nach harzigem Öl riech-
ende, und wie für die Ewigkeit gebaute Blech- und Drahtwalze. Mit
wuchtigen Schrauben fest am Boden verankert, überrascht viele ihre
einfache Bedienung über eine Handkurbel mit hölzernem Griff. Er ist
letztlich verantwortlich, dass wir von der kalten Härte des eisernen
Monstrums lediglich eine vage Ahnung bekommen.

Nicht weniger augenfällig die zwei horizontalen Walzenpaare
aus spiegelndem Edelstahl, sowie die äußerst massiven Stellräder.
Ihre peniblen Justiermöglichkeiten erlauben das recht plump wirken-
de Bollwerk in ein sehr fein abstimmbares Instrument zu verwandeln.
Allerdings würden sich die schweren, grauen Rollen, ohne den noch
zu erwähnenden Zahnrädern, gar nicht erst bewegen. Unerwartet
weich und nahezu geräuschlos greifen sie ineinander -
trotz aller Robustheit.

Gleicher Eindruck beim Anblick des zweiten Walzenpaares gleich
darunter, das zum Anfertigen von Drähten dient. Die nötigen Rillen in
diesen Walzen ergeben achtkantige Profile unterschiedlichen Durch-
messers, wobei ihre Anordnung einer gewissen strengen Harmonie
folgt - genau wie bei Orgelpfeifen.

Wichtig ist, die wertvollen Edelmetalle in Etappen Auszuwalzen,
da andauerndes malträtieren sie viel zu hart werden ließe. In diesen
Pausen, in denen sie während ihres Ausglühens in sämtlichen Rot-
tönen leuchten, können sich die gequälten Legierungen dann "ent-
spannen" - ein Ausdruck der nicht treffender gewählt werden
kann. Diesen Trick einfach wegzulassen, würde nichts
bringen - er ist schlicht zu bedeutsam!



Zwei weitere fertige SCHMUCKSTÜCKE:


Raffiniert: mit innenliegendem Bearbeitungseffekt

Kristallrasen, umrahmt von Gelbgold