Über mich

Mein Bild
96052 Bamberg, Siechenstr. 2, Tel.: 0951/202755 oder info@edelmetallstudio.de

Samstag, 3. Dezember 2011

Einfach eine Hammerkette, ...

... wie ein Kunde kürzlich bemerkte
                       - und natürlich ein Unikat.

 aus designten Hornwürfeln und vergoldetem Silber

Donnerstag, 24. November 2011

LICHTHÖFE 2011 - einige Impressionen ...







Für viele viel zu schnell vorüber: LICHTHÖFE 2011





Wir hatten uns sehr gefreut, über das zahlreiche Kommen und die netten Gespräche - bei Espresso und Chianti!

Dienstag, 22. November 2011

Einer meiner aktuellen Lieblingsringe ...

... den musste ich jetzt einfach zeigen!

Peridot, umrahmt von Gelbgold 750 - eingebettet in Ebenholz 






Freitag, 11. November 2011

Freitag, 28. Oktober 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Verformen Teil 2


Ab und zu sieht man uns ganz bestimmte, graue Eisenplatten
benutzen. Etwa handtellergroß und mit etlichen Löchern verseh-
en, eignen sie sich fabelhaft, alle möglichen Drähte herzustellen.
Viele solcher Zieheisen hängen an der Wand, und alle zeigen an
die dreißig immer enger werdende Bohrungen. Direkt daneben
wartet eine wuchtige Ziehzange, an deren Maul ständig
Wachs klebt, auf ihr verwenden.
 
Das Einspannen der gelochten Eisenplatte in den Schraubstock lässt
sie leise knarzen. Dann ein dumpfes Klacken gefolgt von hilflosem Zwit-
schern. Die klobige Zange zerrt am Draht und zwingt ihn erbarmungslos
durch die feinsten Bohrungen, was ihm eine erstaunliche Länge ver-
leiht. Vorsorgliches einreiben mit Wachs erleichtert die Arbeit.
  



Bei dickeren Drähten geht der Blick trotzdem schon mal hinüber zur
Ziehbank, einem Ungetüm aus dunklem Stahl mit seitlicher Kurbel und
metallisch lärmender Kettenübersetzung. Nicht wenige glaubten zuerst,
eher vor einer mittelalterlichen Folterbank zu stehen - Phantasien, die
wegen des gleichen Prinzips übrigens durchaus berechtigt sind!

Kuriose Bauformen begegnen uns auch bei einigen Messinstrumen-
ten. Gemeint sind Schieblehren und Zehntelmaße, deren mechanisches
funktionieren sich in vordigitalen Zeiten noch von selbst erklärte. Auch
hatte es sich wunderbar angefühlt, mit ihnen zu hantieren.

Alle die beim finalen Wiegen jetzt noch mit dem Auslaufmodell Schalen-
waage arbeiten, pflegen eine Tradition, wog man doch schon in der Antike
gerne seine Kostbarkeiten damit, … und mit Samenkörnern aus den Früch-
ten des Johannisbrotbaums. Schließlich hatte jedes einzelne von ihnen
exakt 0,2 Gramm - oder anders ausgedrückt: "Genau 1 CARAT!"
 
Mittlerweile muss niemand mehr auf digitales Equipment verzichten.
Das beeindruckt die manchmal befremdlich wirkenden alten "Schalen-
dinger" wenig. Sie zeigen nach wie vor absolut identische Ergebnisse.
Die dabei verfliegende Zeit interessiert hier keinen.
 
Zeitspannen sind jedoch relativ und, falls groß genug, sogar in der
Lage das Weltbild des Goldschmiedes zu verändern, auch wenn die
Basis für seine zeitgenössischen Designs eine altertümliche bleibt -
doch Pragmatismus war ja schon dem Mittelalter nicht fremd!


Perlen an rundgezogenem Edelstahl
Flachgewalzt und umgebogen ...

Auch sehr reizvoll: Platinring - Schiene ebenfalls rundgezogen






Montag, 19. September 2011

Schön, dass es Frauen gibt ...

  ... die den Mut haben auch mal einen etwas breiteren Ring zu tragen:

Edelstahl mit hochwertigem Brillant (0,12 Ct TW-Si)















Samstag, 10. September 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Verformen Teil 1



Ziel war es, den Feueropal dabei lediglich nur einzuspannen ...























Werkzeuge aus abgegriffenen grauen Metallen, offenes
Feuer, unzerstörbar wirkende Apparate aus Eisen: Der relativ
kleine, aber helle, und ein wenig wuselig Raum macht neugierig.
Der Satz: "Die Zeiten ändern sich, und wir uns mit ihnen", verliert
hier seine Bedeutung. "Viel zu pauschalisierend", zumindest für
den Goldschmied - schmiedet und walzt er seine Edelmetalle
doch immer noch gerne mit den guten alten Maschinen
und Vorrichtungen.

Meist gibt es für ihn auch keinen wirklich Ersatz für die teils
überholt wirkenden Werkzeuge. Oder ist es so, dass ihn gerade
das Ursprüngliche an ihnen reizt? Egal - da sie zu seiner vollsten
Zufriedenheit funktionieren, drängt es ihn auch nicht irgendwas
daran zu ändern.
  
Nehmen wir mal seine stets ein wenig nach harzigem Öl riech-
ende, und wie für die Ewigkeit gebaute Blech- und Drahtwalze. Mit
wuchtigen Schrauben fest am Boden verankert, überrascht viele ihre
einfache Bedienung über eine Handkurbel mit hölzernem Griff. Er ist
letztlich verantwortlich, dass wir von der kalten Härte des eisernen
Monstrums lediglich eine vage Ahnung bekommen.

Nicht weniger augenfällig die zwei horizontalen Walzenpaare
aus spiegelndem Edelstahl, sowie die äußerst massiven Stellräder.
Ihre peniblen Justiermöglichkeiten erlauben das recht plump wirken-
de Bollwerk in ein sehr fein abstimmbares Instrument zu verwandeln.
Allerdings würden sich die schweren, grauen Rollen, ohne den noch
zu erwähnenden Zahnrädern, gar nicht erst bewegen. Unerwartet
weich und nahezu geräuschlos greifen sie ineinander -
trotz aller Robustheit.

Gleicher Eindruck beim Anblick des zweiten Walzenpaares gleich
darunter, das zum Anfertigen von Drähten dient. Die nötigen Rillen in
diesen Walzen ergeben achtkantige Profile unterschiedlichen Durch-
messers, wobei ihre Anordnung einer gewissen strengen Harmonie
folgt - genau wie bei Orgelpfeifen.

Wichtig ist, die wertvollen Edelmetalle in Etappen Auszuwalzen,
da andauerndes malträtieren sie viel zu hart werden ließe. In diesen
Pausen, in denen sie während ihres Ausglühens in sämtlichen Rot-
tönen leuchten, können sich die gequälten Legierungen dann "ent-
spannen" - ein Ausdruck der nicht treffender gewählt werden
kann. Diesen Trick einfach wegzulassen, würde nichts
bringen - er ist schlicht zu bedeutsam!



Zwei weitere fertige SCHMUCKSTÜCKE:


Raffiniert: mit innenliegendem Bearbeitungseffekt

Kristallrasen, umrahmt von Gelbgold




Sonntag, 28. August 2011

Eine zarte Spätsommeridee ...

... filigraner Armschmuck in Silber

Samstag, 6. August 2011

Kaum fertig...

 hatte es auch schon seine Liebhaberin gefunden: Armband "Silhouette"





 aus 18karätigem Gelbgold







Freitag, 15. Juli 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gießen Teil 1



Halsschmuck Gelbgold 750 mit Diamant       

Auch diesen Schöpfungen
gingen Gießarbeiten voraus:
 


 
Hochzeitsschmuck
Damenring Silber mit Palladium
                                                                                                         
Goldener Ohrschmuck mit "chocolate-pearls"























Neugierigen fällt auf, dass wir nicht nur mit Gussformen aus
Eisen arbeiten. Gips und Formsand bieten weit mehr Freiheiten.
In manchen hinteren Regalen verstauben vielleicht sogar noch ir-
gendwo ein paar handtellergroße Schalen aus Ossa Sepia, ein un-
zeitgemäßes Material aus dem Rücken des Tintenfisches, zu dem
angenehmere Alternativen existieren. Ich habe mit ihnen gefertig-
te Güsse gesehen, die eher an derbe Baumrinden erinnerten.
Die Aromen des dabei verkohlenden Knochenpanzers scho-
nungslos zu schildern, würde ..., - besser wir lassen das.
 
Einfach ignorieren? Das will bei den sauren Boraxdämpfen
selbst heute noch nicht so recht funktionieren. Gleiches beim
nussigen aber auch fürchterlich bitteren Geruch der mit Öl ein-
geriebenen, heißen Eisenformen, sowie den Nebeln über den
rauchenden Schmelztöpfen.

Wer darüber hinaus in der zunehmend trockner werdenden Luft
bemerkt, wie umherschwebende Rußwölkchen aus verbrannten
Metallen die Augen mehr und mehr tränen lassen, scheint end-
gültig in der Welt der Metallgießer angekommen zu sein.

Dass all dies bestenfalls homöopathische Züge trägt, war ja
klar - schließlich ist da noch der sanfte Luftzug, dieser leichte
Hauch den ein leises, angenehm tiefes Brummen bekleidet.
Es sind die Rotorblätter unseres gierig alles in sich auf-
saugenden Rauchabzugs.
 
Inzwischen ist die Form ist geöffnet und ein richtig feiner
Guss kommt zum Vorschein! Nicht mehr lange, dann prägen
wieder knarzende Walzen und rauschende Lötflammen das
Bild - bis der Künstler mit seinem Werk zufrieden ist.



 

Mittwoch, 8. Juni 2011

Neue Ringe – so zu sagen noch vom Schmieden warm.

Rauchquarz - gefasst in Silber

Damenring mit modischen Amethyst




warmes Gelbgold umschließt hochwertigen Brillant

Donnerstag, 26. Mai 2011

DIE GOLDSCHMIEDEKUNST - Gießen Teil 1






Es ist noch früh am Morgen. Dennoch ziehen bereits feine
Rauchschleier durch die Werkstatt und es riecht typisch ver-
kohlt. Typisch, weil wir den Grund für die trockene Luft mit dem
leicht säuerlichen Geschmack bereits zu kennen glauben.

Und dann sehen wir sie, die stechend blaue, ohrenbetäubend
rauschende Flamme sowie die bereits kirschrot glühende
Schale aus feuerfestem Schamottstein:

"Der Meister ist beim Schmelzen!"

Rasch noch eine Prise Borax über die unruhig flackernde Schmelze
gestreut - ein alter Trick, um die Legierung vor zusätzlicher Sauerstoff-
aufnahme zu schützen - und das flüssige Gold kann behäbig in die be-
reitgestellten Eisenformen fließen. Geschickte Hände sorgen derweil
dafür, dass die wild im Strudel tanzenden Luftbläschen nicht eben-
falls mit im dunklen Schlund der Gussform verschwinden!

Alles erscheint dabei magisch. Die flirrende Oberfläche des
geschmolzenen Metalls ebenso, wie die beschwörend gemur-
melten und wie Zauberformeln vorgetragenen Tipps - etwa, dass
man seine brodelnde Schmelze, in diesen wenigen Augenblicken
des Losgelöstseins von der Starre, nicht leichtfertig überhitzen
sollte, da der Guss sonst spröde werden könnte.

Derweil verraten seine zugekniffenen Augen ein wenig von
der anstrengenden Hitze, in welcher er so sicher wirkt. So
sicher, dass man ihm seine Sorgen fast nicht abnimmt -
was man aber schon sollte.

Auch diesmal werden wieder geringe Teile der Schmelze
für immer verbrennen. "Das müssen wir akzeptieren", meint
er, und gibt mit gespielter Gleichgültigkeit die empfindliche-
ren Metalle erst zuletzt mit in die Schmelzpfanne.


Hier einige spätere "Resultate":


  Titan mit Rotgold und Brillant
Halsschmuck mit in Gold gewickelten Brillant

attraktiv gearbeiteter Perlring nach Kundenwunsch




Dienstag, 17. Mai 2011

Drei kürzlich gebaute Ringe,

                        ... die uns besonders gut gefallen haben:                            

auf Kundenwunsch





Edelstahl u. naturfarbener Brillant (0,19ct) für 310,-€

                               
 Modell-Entwurf